Leverkusen: Norovirus endlich überstanden
18.01.2012 – Einen ganzen Monat kursierte das Norovirus im Seniorenzentrum „Stadt Leverkusen“ in Fettehenne. Nun ist die ungewöhnlich lange Viruswelle vorüber und außenstehende Stimmen werden laut. Vor einem Monat brach das Norovirus in dem mit 196 Plätzen versehenden Seniorenzentrum der Arbeiterwohlfahrt aus. Daraufhin wurde das Gesundheitsamt eingeschaltet und, wie in vielen Fällen, ein Besuchsverbot verhängt. Da ein Virus nicht vor Weihnachten oder Silvester Halt macht, war das natürlich für die schönste Zeit im Jahr, nicht gerade einfach für die Angehörigen. Wie viele der Bewohner mit der, mit Brechdurchfall einhergehenden, hochansteckenden Krankheit, infiziert waren, ist nicht bekannt. Klar ist allerdings, dass auch Bewohner, welche vom Norovirus verschont blieben, diese auch keinen Besuch bekommen und das Seniorenheim nicht verlassen durften. Für viele Angehörige scheint diese Tatsache nicht ganz geklärt. Bei dem Norovirus handelt es sich allerdings um eine bereits durch geringste Partikel verursachte Brechdurchfall-Krankheit, welche oft mit hohem Flüssigkeitsverlust zusammenhängt. Besonders bei älteren Menschen, wie in dem Seniorenheim, kann es durch diesen Flüssigkeitsverlust zu erheblichen Komplikationen kommen. Eine Möglichkeit, warum sich das Norovirus so lange in der Einrichtung aufhielt, könnte die Größe des Seniorenzentrums mit insgesamt sechs Wohneinheiten sein. Das Norovirus tritt vor Allem in der nass-kalten Jahreszeit in Gemeinschaftseinrichtungen, wie Krankhäusern, Altenheimen, Kindergärten und Schulen auf und ist, nach positiven medizinisch-technischen Laboruntersuchungen, meldepflichtig.
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